zu 5.) Freie Wahl bei der Beschaffung eines Mietwagens

Der Geschädigte hat grundsätzlich das Recht auf Inanspruchnahme eines Mietwagens für den Zeitraum, in dem sein Fahrzeug instandgesetzt wird (Reparaturschaden), bzw. für den Zeitraum zur Beschaffung eines Ersatzfahrzeuges (Totalschaden).

Der jeweilig erforderliche Zeitraum wird durch den Sachverständigen im Gutachten festgelegt.

Im Rahmen der Schadenminderungspflicht muss der Geschädigte nur darauf achten, dass die erforderlichen Kosten für den Mietwagen sich im "üblichen" Rahmen bewegen.

Hierzu ist es erforderlich den sogenannten "Normaltarif" bei der Anmietung zu verlangen, da der "Unfall Ersatztarif" über dem Normaltarif liegt und die Rechtsprechung den Unfall Ersatztarif nur in Ausnahmefällen zulässt.

Außerdem ist darauf zu achten, dass sich das Mietfahrzeug ggf. eine "Fahrzeugklasse" unter dem verunfallten Fahrzeug befindet.

Bei Unklarheiten hinsichtlich der Fahrzeugkategorie empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Sachverständigen oder dem zuständigen Rechtsanwalt.

Die Abrechnung der Kosten für die Inanspruchnahme des Mietwagens kann analog den Reparaturkosten auf drei Wegen erfolgen.

1.) Der Geschädigte begleicht die Rechnung bei der Mietwagenfirma selbst und fordert die entstandenen Kosten bei der eintrittspflichtigen Versicherung ein.

2.) Der Geschädigte tritt die Rechte aus Forderung für Mietwagen an die Mietwagenfirma ab. Die Mietwagenfirma macht dann die entsprechenden Kosten direkt bei der Versicherung geltend.

3.) Der Rechtsanwalt rechnet die Kosten mit der Versicherung ab.